russia conferenceAm 13. Oktober 2016 nahmen Vertreter von Football Supporters Europe (FSE) an einem Workshop zur Förderung von Vielfalt und internationalem Fußball ohne Gewalt und Diskriminierung teil, der Bestandteil eines Internationale Sportforums in Dobrograd, Russland war.

Die einen Tag dauernde Sitzung wurde vom Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte in Kooperation mit FSE und dem russischen Sportministerium organisiert.

FSE-Mitglieder von ZSKA Moskau und Zenit St. Petersburg sowie Vereins- und Fanvertreter von Borussia Dortmund und Slovan Liberec (Tschechien) teilten ihre Erfahrungen mit den Zuhörern und präsentierten ihre Arbeit gegen Diskriminierung und rassistisch motivierte Gewalt sowie Bedrohungen in ihren Clubs und zeigten Wege der Bekämpfung dieser Probleme auf. Best-Practice-Modell im Dialog mit Fans wurden erörtert, die eine inklusive, anti-diskriminierende und friedliche Atmosphäre bei Fußballspielen für Fans rund um den Globus ermöglichen.
Die Konferenz wurde von einer Vielzahl an Top-Stakeholdern und Entscheidungsträgern besucht. Unter Ihnen waren zum Beispiel Vertreter des EU Think Tank der Football Safety & Security Experten, des Sportministeriums der Russischen Föderation sowie Vertreter des russischen Außenministeriums, des lokalen Organisationskomitees der Weltmeisterschaft 2018, russische Vereinsoffizielle und Mitglieder von FARE. Moderiert wurde die Veranstaltung von Denis Rogachev von der russischen Fußballunion, von FSE-Vertretern und Thomas Pollan vom Büro des Hohen Kommissars der Vereinten Nationen für Menschenrechte.

Unter den Teilnehmern bestand ein starker Konsens, dass Maßnahmen gegen Diskriminierung im Fußball ein fortlaufender Prozess sein sollten, um sicherzustellen, dass Minderheiten und gefährdete Gruppen Fußballspiele ohne Angst besuchen können. Positive Faninitiativen gegen Diskriminierung und für ein inklusives Stadionumfeld benötigen in Russland und anderswo mehr Beachtung und Unterstützung der Stakeholder und Vereine. Gleichzeitig muss der angemessenen Ausbildung von Ordnungsdienstkräften hinsichtlich der Identifizierung von Symbolen und Diskriminierungsformen mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden. Letztendlich wurden außerdem Maßnahmen diskutiert, die von den verschiedenen Stakeholdern auf der Veranstaltung in der Vorbereitung der Weltmeisterschaft implementiert werden können. Die Weltmeisterschaft 2018 wurde als hervorragende Möglichkeit angesehen, hierbei eine Vorbildfunktion einzunehmen.

Robert Ustian, russisches Mitglied des FSE-Komitees sagte: “Wir waren vor der Veranstaltung zugegebenermaßen skeptisch, sind nun aber positiv überrascht über die Ergebnisse und die gute Gesprächsatmosphäre. Ich habe eine Menge über die Arbeit unserer Freunde in Dortmund und Liberec gelernt, die zeigt, dass Rassismus kein exklusives Problem des russischen Fußballs ist und dass wir alle die Möglichkeit haben, zu einem einladenden Fußballerlebnis beizutragen. Es lohnt sich Probleme nicht zu verdrängen. Aktiv zu werden kommt schlussendlich auch den Vereinen zugute. Als russischer Fan hoffe ich, dass der Workshop der Beginn konkreter Aktionen zur Förderung von Vielfalt auf der Vereinsebene meines großartigen Landes ist.”

Kontakt

Football Supporters Europe eV

Koordinationsbüro

Postfach 30 62 18
20328 Hamburg
Germany

Tel.: +49 40 370 877 51
Fax: +49 40 370 877 50
Email: info@fanseurope.org

Impressum